Montag, 30. September 2019

Dienstag, 24.09.19- Wenn du alt geworden bist... Happy Birthday to Benni!

Heute gings früh raus. Wir mussten um 4 Uhr aufstehen, um 4.30 Uhr verabschiedeten wir uns vom Securitymann und stiegen in das Grabcar, was uns zum Flughafen brachte. Dort stellten wir uns an
und gaben das Gepäck ab.
Da wir noch ein wenig Zeit hatten, versuchte Benni noch wegen der Umbuchung zu verhandeln, aber der Typ am Schalter war eine enorme Trantüte und empfahl uns ständig, dass wir eine Mail an die Fluggesellschaft schreiben sollten. Da Benni dies aber schon getan und er keine Antwort erhalten hatte, mussten wir ihn ein wenig überreden, dass doch bitte er da anrufen möge, denn wer wenn nicht er könnte da mal nachfragen, ob wir Geld zurück bekommen könnten. Nach vielem sinnlosem Gewarte stellte sich dann endlich heraus: Wir bekamen nichts zurück, danke für nichts und wieder nichts. Dusselkopf! Egal, jetzt zum Gate und einsteigen.

Um 07.35 Uhr sollten wir über den Wolken sein. Das waren wir auch- leider gab es auf dem mehrstündigen Flug inklusive Zeitverschiebung nicht mal was zu trinken- also Vietnam Air kann ich nicht so empfehlen. Es bekamen nur bestimmte Leute was zu essen und alles andere musste man kaufen. Ach nöööö, da warte ich lieber noch ein bisschen! Als etwas kompliziert entpuppte sich das Suchen des entsprechenden Kofferbandes nach dem Flug, da es vier Flugzeuge aus Hanoi gab, bei keinem aber stand eine Flugnummer, nur das Gepäckband.
Gut, was man nicht weiß, das muss man raten. Auf Gepäckband Nummer zwei fuhr ein einsames Schild umher, aber kein Gepäck. Am Gepäckband vier lagen Koffer aus, aber nichts für uns dabei. Schließlich fragte Benni und wir wurden zum Gepäckband sechs geschickt.
Jaaaaaa nach der zigsten Runde konnten wir unsere Rucksäcke von der schwindelerregenden Karusselfahrt erlösen und bald ertönte wie erwartet Saras Qieken am Arrival.

Sie filmte und ihr Bruder begrüßte uns mit ihr zusammen.Schnell die „ipässe“ abholen und dann fuhren sie uns erst einmal in eine Mall. Hier war es schon knalliger und bunter als in Vietnam.
Sara führte uns erst einmal in der ganzen Foodcourt herum und erklärte alles.

Da es für Benni heute morgen noch nicht viel Feierei für seinen Geburtstag gab, durfte er sich entscheiden und wir aßen koreanischen Hot Grill. Das war sehr gut. Jeder konnte sich eine Basis aussuchen, bekamen seinen eigenen heißen Stein und dazu noch drei kleine, selbst ausgewählte kalte Salate. Schließlich drängelten wir Sara etwas, da sie ja um 2 Uhr einen Termin mit dem Hochzeitsveranstalter hatte. Sie ließ das aber kalt. In einer Seelenruhe erklärte sie uns alles in dem Geschenke-Shop, ließ uns probieren und nur nach Bennis ausdrücklicher Bitte, fuhren wir in Richtung Wedding Planner. Hier bekamen wir zu kleine Hausschuhe und durften uns ein wenig Umschauen, nachdem wir einige Zeit am Tisch mit gesessen, aber nichts verstanden hatten. Es gab hier Kleider zum Leihen und Fotoalben zu beschauen, da es üblich war, voher mit geliehenen Sachen Fotos zu machen als Brautpaar und das Hochzeitsalbum dann auszulegen. Außerdem stand ein Fahrrad neben der Toilette.

Da bei Philipp und Sara dafür keine Zeit war, hatten sie aus den Bildern von der Hochzeit in Rheinsberg ein leicht kitschiges Album machen lassen- also die Fotos waren super, nur der Buchdeckel war verschnörkelt mit Glitzersteinen. Ich durfte dann bei Sara mit in die Kabine und das Brautkleid begucken, für das sie extra abgenommen hatte. Hier kaufte sich keiner- außer sehr reichen Leuten- ein Kleid, daher gab es nur wenig Veränderungsmöglichkeiten am Kleid. Während Sara und die Visagistin die Haare und das Make-up durchgingen, erklärte uns der Herr des Hauses (der Sohn eines Freundes von Saras Vater) anhand seines eigenen Hochzeitsalbums den Ablauf der Hochzeit. Darin war auch einiges enthalten, was man bei uns eher vom Junggesellenabschied kennt. Auch die Fotos waren teilweise sehr lasziv, dass das in einem asiatischen Haushalt keinen Aufruhr mehr erregte und auch Kinder und alte Menschen beteiligt waren, ließ auf den Fortschritt in Taiwan schließen. Wir checkten dann im Hotel ein. Die netten Mitarbeiterinnen hatten uns allerdings ein Zimmer auf der falschen Seite zugeteilt, was Sara durch einen kurzen Anruf in der Lobby aber postwendend regelte, schließlich hatte sie viele Zimmer und lange im Voraus gebucht.



Danach lief sie mit uns den Weg zu ihrem Elternhaus, damit wir diesen kannten und natürlich wurden uns auch die entsprechenden Einkaufsmöglichkeiten gezeigt. 7 eleven gab es hier an jeder Ecke. Der Weg war nicht weit, aber Sara hielt sehr oft an, weil sie viele Leute kannte, die seltsamerweise überwiegend Essenstände besaßen ;)!

Zwischendurch hatten wir noch heimlich einen Kuchen für Benni besorgt, da ich zuvor dafür keine Zeit gehabt hatte.

Die Mama sowie Oma und der Bruder begrüßten uns sehr herzlich und luden uns sogar zum Abendbrot ein. Es gab viele kleine Gerichte und danach Obst. Auch Dannys Freundin (Winnie) kam nach der Arbeit vorbei und schaufelte fröhlich mit. Dann beschlossen wir den Kuchen (einen kleinen Muffin mit Schokoschweinchen oben drauf) noch in dem Haus an Benni zu übergeben und da Saras Oma an dem Tag auch Geburtstag hatte, sangen wir für beide ein Ständchen und sie durften das Schwein zusammen auspusten. Danach (wir waren doch ganz schön müde) brachte uns Sara (an einer Bäckerei vorbei gehend selbstredend) noch zum Hotel, wo wir einfach nur noch ins Bett fielen.





 

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen