Mittwoch, 25.09.19- Na wo ist denn das Pangolin- daaaaaa ist es ja!
Am Zoo angekommen, liefen wir zunächst zur Seilbahn, um festzustellen, dass unser ipass hier auch nicht funktionierte, somit informierte Sara alle, bloß nicht diesen ipass zu kaufen, sondern die Jojo-Card (ich wusste gar nicht, was Hannes hier alles besaß: das Bezahlsystem per Karte oder auch viele Friseurläden waren „Jojo Hair“ oder ähnlich betitelt).
Wir fuhren erst mit der sehr langen Seilbahn auf den Berg.
Benni machte sich zwischendurch einen Spaß daraus an der Kabine zu wackeln, was Sara nur so mäßig lustig fand, sie lachte zwar, aber bat ihn nicht noch mehr zu schaukeln.
Mit einem tollen Blick auf Tempel, Taipeh und Teeplantagen erreichten wir bald den Gipfel. Hier schien sich einiges getan zu haben, denn als Sara das letzte Mal hier war, gab es wohl nur ganz wenige Läden.
Jetzt konnte man hier alles für das entsprechende Kleingeld erwerben, frisch vor der Nase gerupften Tee schlürfen und dabei die Aussicht genießen.
Oder man machte es wie wir und erschlich sich eine Aussicht in einem Restaurant, in dem man eigentlich ein Getränk und ein Gericht zu sich nehmen musste, um gucken zu dürfen. Ganz nebenher streichelten wir noch die großen Koi-Karpfen im Teich.
Als einer Bennis Finger wohl für einen dicken Wurm haltend nach diesem schnappte, quiekte Benni und zog seinen Finger aus dem Wasser. Dieses Spielchen wiederholte sich einige Male- täglich grüßt der Koi! In einem Eisladen entdeckten wir wohl eine Nachtischspezialität: Mango Snow Ice.
Zwar war das nicht billig, aber lustig! Also her damit! Gefrorener geschabter Mango-Saft wird dabei zu einem Turm aufgehäuft, mit Mango, Mango-Sauce und einer Kugel Mango-Eis garniert und dem geneigten Touristen zum Fraß vorgworfen. Es war sehr lecker, leider befand sich die Mangosaison am Ende der Saison, aber bis dahin konnten wir sie noch verspeisen. Auf der Rückfahrt machten wir unseren gefüllten Sushireis-Ecken den Gar aus und landeten dann direkt im Zoo, wo wir mit einer kleinen Bimmelbahn zur Vogelvoliere fuhren.
Für Lauffaule war das sehr praktisch. Leider hatten wir nicht so viel Zeit alles zu sehen, aber das Pangolin musste sein!!! Daher hatten wir nur kurz Zeit für die Voliere, die Flusspferde sowie für die
Zebras und Antilopen.
In einem Shop erfragte Sara den Weg, das tat sie noch einmal als wir beim Pangolin-Dome angelangt waren, welcher zwar die Form eines Pangolins hatte, aber leider keine beherbergte.
Der nette alte Mann am Eingang aber wies uns den Weg und bald waren wir auf der „Formosa-Insel“ (alter Name für Taiwan) angelangt, wo Tiere (überwiegend nachtaktiv), die vom Aussterben bedroht waren Unterschlupf fanden und daaaaaaaaa war es auch: Das Pangolin!!... und nicht nur eins. Eins schlief und eins watschelte durch den gedimmten Gehegebereich. Ab und zu grub es ein Loch, wozu es seinen ganzen vorderen Körper wie eine Grabeschaufel benutzte.
Wenn es keine Lust mehr hatte zu graben, wuselte es wieder herum, schaute hier, schaute da.
Plötzlich winkte mir Benni hektisch zu. Aus einer Höhle auf der anderen Seite schaute ein weiteres Pangolin heraus.
Das saß da wie eine Oma, die mit einem Kissen auf der Fensterbank lehnte und Leute auf der Straße beobachtete. Ab und zu streckte es die Zunge heraus, um vielleicht eine verirrte Ameise zu erschlecken. Vielleicht wollte es uns aber auch nur die Zunge rausstrecken, das kann man nicht genau sagen. Eine kleine Ausstellung informierte über das gefährliche Leben eines Pangolins, was leider oft in einer Handtasche endete. Der wenige vorhandene Pangolinnachwuchs hält sich im ersten Jahr noch auf dem Schwanz der Mutter fest und wird so durch die Gegend getragen.
Nicht doof dieses Pangolin! Benni musste mich leicht wegziehen, damit wir uns auf den Weg zum Ausgang machen konnten. Hier gab es noch Bilder, Stempel und noch mehr Bilder bis wir an einem eventuellen Betrüger-Mönch vorbei zur Metro gelangten.
Auf der Rücktour schliefen wir als wir über den Highway brausten und als wir aus dem Bus stiegen, quiekte Sara laut. Sie hatte eine alte Bekannte entdeckt, die scheinbar zum Spaß zweimal pro Woche Mochi-Spieße an einem kleinen Grill zubereitete. Wir wurden von ihr eingeladen, wählten Rote-Bohnen-Matcha und Schwarzen Zucker jeweils als Topping und es schmeckte gar nicht schlecht.
Beim Essen wurden wir von zwei Jungen etwas skeptisch beäugt, die noch darüber diskutierten, ob sie sich auch so ein Spießchen vom Taschengeld leisten sollten. Bei Sara zuhause angekommen, hatte die Mutter schon Hot Pot vorbereiten und Sara, ihre Mama, ihr Bruder + Freundin sowie die Oma nahmen neben uns am Tisch Platz und fischten nun im heißen Wasser nach Fisch.
Also es gab auch noch mehr wie Pilze, Tofu, Kohl, Shrimps, Schwein etc. Als die Oma heimlich Brühe aus dem Topf angeln wollte, stürzte sich der halbe Tisch auf ihre kleine Schüssel, um sie ihr zu entreißen. Das lag daran, dass die Oma nicht so viel von solcher salzigen Flüssigkeit zu sich nehmen sollte, denn sie hatte Diabetes. Um die Oma zu betreuen und den Haushalt zu schmeißen, wurschtelte in der Küche eine Frau aus Indonesien herum, die ständig neue Sachen brachte, die immer wieder in den Topf wanderten. Aus der Höflichkeitsregel, dass man alle Teller leeren sollte wurde nichts, da wir gar keine Chance hatten alles zu leeren. Im Anschluss gab es noch Obst, sodass wir schließlich zum Hotel wie die Pangoline zurückrollten.










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