Montag, 30. September 2019

Sonntag, 22.09.19- zu Besuch bei einer sehr großen und sehr alten Josi!


Nach Toast mit Ei, dem klassischen Bananenpfannkuchen und der Buchung von einer Tour nach HaLong, trafen wir uns zu einem Besuch im Jade-Tempel, vor dem einiges los war.



Allerdings hatte der Aufruhr mit dem Tempel nichts zu tun, da sich die Schlange vor einem überdachten Tisch mit Wolkendeko und einem älteren Mann auf einem Stuhl und alle hielten Bücher in der Hand. Scheinbar war das die männliche, vietnamesische Joanne K. Rowling, denn die Kinder waren teilweise auch verkleidet. Allerdings schaute der Autor etwas griesgrämig drein.

Als Timo und Georgia vom Buchen zurückkamen, gings los die große alte Josi anzuschauen, die in dem Jadetempel ausgestellt war. Tatsächlich konnte man die konservierte riesige Schildkröte von ca. 2 m Länge und 1,20 m Breite dort betrachten.



Angeblich war sie 400 Jahre als als man sie 2013 tot aus dem See barg. Benni meinte so wie das Wasser aussähe, wäre das auch kein Wunder, dass sie nur die 400 erreicht hatte. Bestimmt wäre sie in einem klaren See noch älter geworden.Erstaunlicherweise sahen wir dennoch kleine Schildkröten im Wasser paddeln.


Neben dem Original stand noch eine Nachbildung, da die konservierte Variante nicht mehr so hübsch aussah.






Nach ein paar Fotos am Tempel machten wir uns auf zum vierstöckigen Markt von Hanoi, in dem es alles geben sollte. Also auf auf.















Es gab in einer Straße nur Klebeband!!!
Eigentlich wollten wir hauptsächlich essen, aber bis auf ein paar Stände mit ominösen Gerichten gab es nicht viel. Schließlich entdeckten wir ein einheimisches Restaurant mit einem kleinen Buffet. Hier sollte ein Teller nur 30.000 Dong kosten, sprich: ca. 1,20€.

Da musste doch ein Haken an der Sache sein! Den fanden wir auch bald, da die Chefin die Teller füllte und das meiste gab es nur auf Zuteilung. Scheinbar bekam man nicht alles für 30.000. Es war ganz gut, auch, wenn wir teilweise länger raten mussten, was da überhaupt auf dem Teller lag. Besser nicht so genau nachfragen!!!
Im Anschluss verhandelten wir noch für Obst (Mango, Drachenfrüchte) und betraten die kunterbunte Welt des vierstöckigen Hauptmarktes von Hanoi. Leider sahen wir auf dem Weg auch wieder einiges, was gegen das Tierschutzgesetz verstieß und mir war wieder direkt nach Käfig öffnen bzw. freilassen zumute.




In jedem Stockwerk gab es alles auf engstem Raum, die Verkäufer schliefen sogar zwischen ihren Waren. Man musste schon aufpassen, dass man nicht einfach mit dem Hintern irgendetwas einriss oder in einem Berg von Hausschuhen unterging. Eigentlich muss man es erleben, beschreiben reicht da nicht. Allein die Gerüche sind schon eine Geschichte wert- es gibt fast alles, was man so erriechen kann. Ab und zu musste man auch einfach hüpfend durch die Gänge, da entweder jemand quer über den Gang schlief, irgendein Gegenstand in der Gegend stand oder einem ein kleiner, gemeiner Hund in die Waden beißen wollte. Es war die volle Sinnesüberreizung.






Es gab so viel Zeug, dass wir uns für keinen der Gegenstände entscheiden konnten: Weder für den Hello Kitty Glitzertüllrock zum Sonderpreis- aber nur in der Kombination mit Krönchen für den Herrn, für die Dame, für das Kind, gell?- oder auch goldfarbene, tragbare Karaokeboxen inklusive eingebautem Mikrofon. Natürlich auch T-Shirts, Socken, Hosen, Turnschuhe, Stoffballen, Schlüsselanhänger, Gewürze, Portmonnaies, Schmuck, Schirme, Ladekabel, Ventilatoren und und und.. und alles in Massen! Draußen ging es fröhlich so weiter auf der Straße mit den kleinen Läden, aber straßenweise: In einer gab es nur Laternen und Lampions, in der anderen nur Styroporboxen oder Töpfe- auf jeden Fall sehenswert! Dann gings zurück ins Hostel, wo wir kurz entspannten und Timo und Georgia abgeholt werden sollten zu einer sagenhaft langen Fahrt im Schlafbus bis Hoi An. 17 Stunden- also ich fände das gerade eher so bäh, aber da muss er durch der Lurch, wenn er kostengünstig durch Vietnam lurchen will.
Wir hingegen machten uns auf den Weg zum Wasserpuppentheater, was lustigerweise an dem Ort war, an dem ich wie eine Hampelfrau auf mein Grabcar gewartet hatte. Tickets schnell am Automaten ziehen und ab gings in das 150.000 Dong-schwere Vergnügen.





Wir hatten die billigsten Ticket, aber dennoch eine super Sicht (die Sitze waren wie im Kino arrangiert) und ein englisches Programmheft gab es auch. Vorne wäre es auch doof gewesen, aber inmitten des mehrstufigen Programmes merkten wir, warum hinten auch nicht ganz ohne war. Da wir uns in einem asiatischen Land befanden, hatte man zwischenzeitlich eher das Gefühl in einem Smartphoneladen denn in einem Theater zu stecken. Man sah die Sänger, Instrumentalisten und Puppen dann nur durch Bildschirme, aber immerhin durch viele Bildschirme!!
Ich fand es sehr unterhaltsam und auch interessant die Instrumente und Kostüme zu sehen. Nach einer Stunde flossen wir mit der Masse nach draußen und machten uns auf den Weg zu dem von Misaki empfohlenem Spa. Auf dem Weg gab es noch einen schönen Blick auf den erleuchteten Jade-Tempel, unmotiviert schauende und schlecht zu Playbackmusik spielenden Musikanten und Rollschuhfahrern vorbei.





Es war nicht ganz so einfach das Spa zu finden, aber es war klein, aber fein. Sehr geschmack- und stilvoll mit Hausschuhen, Ausfüllen eines Formulars und auch Tee und Gebäck, das muss man sagen. Eigentlich sollte es ein Teil von Bennis Geburtstagsgeschenk sein, was er aber selbst zahlte, weil er die Hoheit über unser Geld hatte. Wir wollten ursprünglich die Mixmassage aus Thai, Vietnamesisch sowie Schwedisch (was auch immer das sein sollte, vielleicht wurde man dabei mit Zimtschnecken oder Köttbollar beworfen) haben, aber der sehr gut englisch sprechende Chef riet uns zur Vietnamesischen, da die andere medizinisch wäre und damit sehr weh tat. Wir bekamen den Honeymoon-Raum, obwohl wir beteuerten, dass wir nicht in den Flitterwochen wären. Es war aber der einzige Raum mit zwei Massageliegen, also gut, her damit.

Weiterhin gabs ein Fußbad mit Zitrone und Ingwer- Benni meinte man könne daraus bestimmt auch trinken- (wir sahen echt aus wie die letzten Plepse und passten echt nicht zur vornehmen Einrichtung) und einen Masseur sowie eine Masseuse. Die waren zwar klein, aber doch sehr kräftig, was sich zeigte als sie einem das Knie in die Wirbelsäule rammten und mit den kleinen Fingern genau da drückten, wo es wehtat. Zwischendurch unterhielten sie sich leise und manchmal war meine vor dem von Benni fertig, manchmal musste sie warten. Es war auf jeden Fall sehr schön und wir schwebten ins Hotel, natürlich kamen wir nicht an dem koreanischen Grill vorbei. Dort konnte man sich in einem Körbchen alles füllen, was für einen vorgegart wurde.




Dann ließen wir uns auf kleinen Plastestühlen nieder und bekamen einen Grill mit verschiedenen Dips und Kimchi. Dem Typen am Auswahlstand war völlig egal, was wir machten, da er nebenher auf dem Smartphone irgendeinen Sport verfolgte und da er sich sehr ärgerte über den Verlauf des Spiels, vermuteten wir, dass er drauf gewettet hatte. Egal, uns schmeckte es. Wir warben noch ein deutsches Pärchen (leider bekamen wir da keine Prozente) und ärgerten uns über die "Lass fallen!"- Mentaliät der Vietnamesen, so sah es hier halt auch aus. In unserem quadratisch-praktischem Zimmer wartete schon ein Gecko auf uns und starrte uns entsetzt an. Der hatte wohl gedacht hier hätte er heute seine Ruhe- nix da, den schnarchen wir

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