Montag, 30. September 2019

Montag. 30.09.19- Taifun

„Vom Winde verweht“ - wir wollen es nicht hoffen und werden darüber berichten!

Heute war erst einmal ausspannen angesagt. Dazu gehörte natürlich: ausschlafen und wir ließen es sogar drauf ankommen und hätten das Frühstück verpasst. Aber kurz vor halb zehn klingelte es (ja diese Türen hier im Hotel sind alle mit einer Klingel versehen, womit man schön nerven konnte- Klingelstreich!!!) bei uns. Zum Glück ist Benni Frühaufsteher und konnte schon aus den Augen gucken. Somit sah er das Toast, was uns von meinen Eltern durch den Türspalt kredenzt wurde. Das war sehr lieb, also nicht dass wir verhungert wären... aber die beiden hatten sich bei der Karaoke-Session gestern ziemlich schnell abgeseilt, deswegen waren sie schon so früh so gut drauf. Eigentlich war der erste offizielle Termin heute: Mittagessen! Das war in einem guten Restaurant geplant, allerdings war das Anreisen dahin gar nicht so einfach. Nicht nur aufgrund unserer Gruppengröße, sondern auch, weil ein Taifun angekündigt war. Deswegen verkehrten viele Buslinien gar nicht erst. Während Ting, Sara und Danny nach Alternativen schauten, bestaunten Kathi, Benni und Paul den Spiele-Shop hinter der Bushaltestelle. Das Ende vom Lied war, dass wir ein Taxi und Uber riefen und damit dann auch dreißig Minuten zu spät kamen. Aber die vom Restaurant waren echt wahnsinnig nett und gaben unsere Tische nicht weiter und das, obwohl es draußen sogar Sitzbänke in der Wartezone gab. Während man wartete konnte man sich in einen Massagesessel setzen oder die Fingernägel lackiert bekommen-kostenlos. Außerdem gab es eine Kinderbetreuung, die extra mit einem kindersicheren Ausgang versehen war, wodurch die Kinder wie durch eine Luke nach außen gehoben wurden. Als wir dran vorbeigingen wurde gerade ein laut heulendes Kind aus dem Kinderparadies herausgereicht an die überglücklichen Erziehungsberechtigten.



Wir hatten einen separaten Raum mit entsprechenden Kellnern, die die Töpfe mit den verschiedenen Hot Pot Varianten sowie das bestellte Drumherum brachten (Gemüse, Fleisch etc.). Soßen sowie Obst und kostenlose Getränke konnte man sich an den unterschiedlichen Buffets holen. 
Bei der Warteschlange und dem Kinderparadies gab es außerdem inklusives Eis. Zu den vielen Sachen (die Leute vom Restaurant hatten uns – weil wir „foreigner“ waren- noch ein sehr teures Rindfleisch dazu geschenkt, man stelle sich das mal in Deutschland vor- das würde ganz anders ablaufen!) kam dann noch ein Auftritt vom Pasta-Mann. Das war kein Nudelteig in Form eines Herren, sondern ein junger Typ, der Nudelteig in Form einer Showeinlage zu einer Art Linguine formte. 

Eigentlich war es mehr ein mit Hip-Hop unterlegter Jonglage-Tanz mit Nudelteig. Ich versuche gerade geschickt den Ausdruck „Nudel-Mann“ zu umschreiben, da man da eventuell auf falsche Gedanken kommen könnte. An jedem Tisch gab es eine Vorstellung und ich weiß nicht wie und ich weiß auch nicht warum (vielleicht hatte er zu laut getönt er könne das auch)- durfte Benni sich danach an einer Pasta-Show versuchen. Es gelang ihm doch ganz gut! Bis auf einmal die Decke streifen und einem gewagten dichtem Vorbeirauschen des Nudelteigs an Dannys Nase, hätte man ihn ruhig hier in dem Laden als Pasta-Show-Sidekick einstellen können. Nach dem Dessert kam noch eine Showeinlage des Maskenmannes. In der traditionellen Tracht mit den langen Fühlern sah er ein wenig aus wie ein großer Hummer, aber er machte seine Sache erstaunlich gut. Innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde wechselte er (wie auch immer) seine Masken und führte die dazu entsprechende Rolle auf. 


Dabei bezog er- zur Freude des Publikums, aber nicht immer der Einbezogenen- Leute aus dem Publikum mit ein. Nach einer weiteren Portion Eis und Früchten war der nächste Haltepunkt: Die Mall! Da gab es hübsche Sachen: Hannes nächstes Outfit für einen wichtigen Anlass, erschwingliche Sitzsessel und -kissen, umweltschonende Produkte, Ohrringe, Figuren, Duftgedöns, Stoffgemüse, Bücher auf Chinesisch, Spielzeug, Ferngläser, Spieleautomaten, Klimaanlagen, Outdoorsachen und vieles Meer. 




Nach dieser Mall beschloss die Jugend noch ein wenig im Hotel zu verweilen (u.a. zu schreiben), während die Alten im Carrefour Hühnchen besorgten. Abends gab es dann mal wieder was zu essen, zum Glück hatten sie nicht soviel gekauft und wir ergänzten dies noch mit Eiern vom Frühstück und Obst. Damit schlossen wir den Tag recht entspannt. 
 
 

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