Montag, 30. September 2019

Donnerstag, 26.09.19- Familie und schneller Fisch oder auch „Hilfe- die Alten kommen!“

Anmerkung der Autoren Teil 2: Bitte auch die älteren Posts anschauen. Wir stellen Stück für Stück Sachen rein und füllen auch ältere Lücken. Dankeee!

Heute hieß es für Benni früh aufstehen, da er Sara angeboten hatte, dass er mit Danny zum Flughafen fährt, um Kathi und Hannes abzuholen, damit Sara auch mal schlafen konnte. Also klingelte um 05.00 Uhr der Wecker- für Benni Alltag, für Jule alltägliches Übel! Deswegen drehte ich mich noch mal um, grunzte und schlief weiter. Gefühlt ein paar Minuten später standen vier Menschen mehr im Raum und ich versuchte diese im Halbschlaf zu begrüßen. Danny schaute etwas schüchtern in den Raum- kein Wunder ich sah ja auch aus wie gerade aus dem Bett gefallen. Danach war an Schlaf nicht mehr zu denken, denn die beiden berichteten von ihrem knappen Erreichen des Anschlussfluges und allen möglichen anderen Dingen. Im Anschluss organisierte Benni den beiden eine Waschkarte, damit sie Zugang zur Laundry hatten und den stinkigen Inhalt ihres Stinkerucksackes waschen konnten. Das dauerte ein wenig, da sie noch nicht einchecken konnten, ruhten sie sich zwischendurch auf unserem Bett aus, gingen mit Armen voller Wäsche und kehrten entweder mit leeren Händen oder frischer, getrockneter Wäsche zurück. In der Zwischenzeit gingen wir duschen und frühstücken und da die beiden eh schon ein wenig misstrauisch beäugt worden waren vom Hotelpersonal, versorgten wir sie -anstatt mit dem Frühstücksbuffet – mit dem gestern frisch erworbenem Obst.Um die Mittagszeit nahmen wir sie mit auf die uns nun bekannte Wanderung zu Sara's Home and Castle. Auf dem Weg stieg Benni ein Duft in die Nase, dem er wie ein Spürhund in Australien dem Obst in den Koffern folgte. Es waren riesige Pancakes, die mit ihrem Inhalt (Käse, Pudding etc) zu kleinen Ecken geformt worden waren- vom Duft magisch angezogen bestellten wir gleich zwei und man musste höllisch aufpassen, dass man noch was abbekam, v.a. vom Pudding, da Benni diesen schnell in sich hinein mumpfelte. Nach einem erfreuten Besuch bei Saras Eltern, bei dem Hannes und Kathi natürlich auch durchs ganze Haus geführt wurden, um die Zimmer und die Toy-Story-Sammlung zu bewundern. Auf der Rücktour schielte Benni noch einmal auf die Eckchen, aber Sara drängelte, da die Alten ja um 15 Uhr landen sollten. In der Zeit warteten wir im Hotel, während Sara, ihr Vater und Danny wieder zum Flughafen fuhren, diesmal mit zwei Autos.

Epilog: Theoretisch sollte man meinen, dass man mit 2 Stunden 15 Minuten in Amsterdam von einem Gate zum anderen schlendern kann, aber: Weit gefehlt! Wenn man schon in Berlin- Tegel 1 ½ h auf dem Flughafen Däumchen drehen muss bis der Flieger startet und dann das Flugzeug noch 20 Minuten auf dem Rollfeld rumlungert, dann hat man es in Amsterdam sehr eilig. Eigentlich schon im Flugzeug, v.a., wenn man da schon in der letzten Reihe sitzt. Normalerweise ein begehrter Platz: Man kann schnell aufs Klo und kriegt als erste Person was zu essen, aber in dem Fall musste die ganze Familie schon unter lautem Protest der Stewardessen losschießen, obwohl das Flugzeug noch gar nicht still stand. Aber darauf konnte jetzt keiner Rücksicht nehmen, aber rücksichtslos wie die Senioren nun mal sind, hieß es: Beine in die Hand nehmen und im Hürdenlauf über die anderen Passagiere zum Ausgang sprinten. Denn es galt einen Rekord aufzustellen: In 15 Minuten vom Flieger bis zum Gate F. Challenge accepted! Hindernisse waren in dem Fall v.a. unpassendes Schuhwerk , ein bleischweres Handtäschchen, viel zu langsame Rollfelder und wie immer: andere Menschen! Aber wer wenn nicht die Teubner-Familie könnte das schaffen? Gut, Chuck Norris vielleicht. Am Gate angekommen hieß es: Draufbeißen, durchatmen und... warten! Denn die Schlange der eincheckenden Mitfliegenden hatte einen langen Atem. Aaaaaaaber besser als laufen ists allemal! Dafür war das Personal sehr aufmerksam: Es gab für die hustenden und prustenden Alten gleich Wasser! Hier schien auch alles AI zu sein! Mehrere Biere, Rotweine, Whiskeys und 12 Stunden später erreichten sie endlich Taipeh, wo der Chang-Clan schon auf sie wartete.
Glücklicherweise hatte auch das Hauptgepäck den Absprung in den Flieger geschafft und so konnten sie erst einmal im Hotel verschnaufen.
Aber hier war nix mit Nickerchen: duschen, umziehen und dann ging das Programm gleich weiter- schließlich sind wir hier in Asien! Jetzt hieß es: Der frühe Europäer fängt den Fisch... oder besser gesagt das Sushi! Denn wir gingen in einem japanischen Restaurant essen, in dem auf Fließbändern kleine Appetithappen für Bennis hohlen Zahn herumfuhren und wir vorher noch eine Prüfung in „Wie-grabsche-ich-am-schnellsten-den-Teller- und-komme-an-den-Inhalt“ ablegen mussten.

Dann wurden wir in Teams aufgeteilt und nun konnten wir so viele Teller wie wir wollten bestellen- oder wie man eben für uns bestellte! Danny meinte es an unserem Tisch wirklich gut mit uns und orderte lustige Dinge, die wir rein optisch teilweise nicht einordnen konnten. Irgendwann war der Tisch fast so voll, dass man die Tischplatte gar nicht mehr sehen konnte und wir kamen mit dem Verputzen kaum nach.

Eigentlich für Jule gar keine Art zu essen, da sie zeittechnisch da eher in Frankreich zuhause war und gern langsam aß. Sara saß am anderen Tisch und erklärte mehr, sodass wir am Ende an dem Tisch mit Danny, Randy, Opa, Jule, Philipp und Benni auf sage und schreibe 41 Teller kamen!!! Die andern unterlagen mit 22 Tellern nicht wirklich knapp. Benni behauptete entrüstet, dass er es diesmal nicht gewesen sei, der die hohe Zahl verursacht hatte.Vielleicht hatten uns ja auch die kleinen Plastikbälle animiert, die man nach jeweils fünf Tellern bei einem automatisierten Spiel gewinnen konnte und jedes Mal ein Schlüsselband enthielten. Obwohl stimmt nicht: In einem war auch ein Aufnäher-wuhuuu! Es lebe die Motivationsmaschinerie, die für Kinder wunderbar und für Eltern durchaus in eine Fettleibigkeit führen konnte, da sie den Kleinen zuliebe solange weiteressen mussten bis man so einen kleinen Pokeball gewinnen konnte.
Wir schlossen den Abend in Saras Haus, wobei wir da fast rückwärts wieder rausfielen, weil das Wohnzimmer schon voll war mit Verwandten, die uns neugierig beäugten.
Hier kam die zweite Prüfung des Tages: Namen lernen! Da jeder mindestens drei für uns kaum aussprechbare Silben hatte, waren wir bald leicht verzweifelt.

Kathi nahm es zum Glück auf, damit wir am nächsten Tag heimlich üben konnten! Mit viel Obst im Bauch ließen wir uns nach kurzer Diskussion (wir wollten die paar Meter eigentlich laufen) dann doch ins Hotel fahren!

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen