Freitag, 27.09.19 – Tierpark:
„Dieses Gehege wird neu bestückt bzw. das Pangolin tappt heute leider im Dunkeln“ – der Beitrag wird demnächst eingestellt.
Heute war der erste Morgen, an dem alle
von dem Frühstück profitieren konnten. Da wir schon erfahrene, alte
Frühstückshasen waren, konnten wir behilflich sein. Allerdings
nicht wirklich als irgendjemand ein Stück Margarine in den Toaster
fallen ließ- es wollte sich danach auch keiner zu der stinkigen
Missetat bekennen.
Sara und Philipp hatten heute noch Termine, aber da die Familie in den Zoo wollte und wir den Weg schon kannten war das wieder eine win-win-win-Situation, auch wenn Sara einwarf, dass es regnen würde. Aaaaaaaach das bisschen Regen- die drei Tropfen! Da stand auch nur was von einem Tropfen Regen aus der Wolke beim Wetterdienst, gut 90%, aber das würden wir schon überleben, haben ja Regenjacken... gut bis zur Ecke hinter dem Hotel bzw. bis zum Bus kamen wir noch einigermaßen trocken und in Bussen ist es ja bekanntlich auch troken, gut manchmal nebelfeucht, wenn die Insassen zu viel atmen...Auf dem Weg dahin zeigten wir der Familie den Markt mit Obst und Gemüse, die verschiedenen Stände und dann deckten wir uns im 7 Eleven noch mit kitschigen Jojo-Karten (Hannes bekam das goldene Ei, Mama und Papa Hello Kitty und Opa Daisy Duck, Kathi hatte eine bunte Karte von Taiwan) und Waren des täglichen Bedarfs ein. Natürlich mussten wir auch noch einmal zusammen in den Bäcker, hier saß eine fette Katze unter den Regalen- sie sah dem hefekloßartigen Brötchen über verdammt ähnlich.
Wir erwarben Backwaren und warteten ein bisschen auf den Bus. Da saßen wir nun wie die Hühner auf der Stange- gut die ältere Generation saß, Hannes stellte sich konsequent an, denn er wollte als erster in den Bus, um vermutlich ganz nach hinten auf den Vierer zu stürmen :D.
Im Bus betrieben wir Sightseeing, natürlich angeschnallt und in low-voice. In der Metro war ich froh, dass Sara nicht dabei war, denn einmal war es sehr knapp die Großeltern noch in den Wagen zu zerren.
Am Zoo angekommen war aus dem leichten Regen, naja sagen wir mal ein Platzregen geworden. Also gut ehrlicher- und praktischerweise hätten wir auch zum Zooeingang schwimmen können, zumindest war es uns das Geld für weitere Regenschirme wert. Leider hatten die Verkäufer keine Wathosen, dafür sonst aber ein gutes Gespür für die wettergeschuldeten Bedürfnisse der Zoobesucher. Wir schafften es halbwegs trocken zum Eingang bzw. zum überdachten Café mit 7 eleven und Toilette. Oma und Opa kleideten sich in den neusten Schrei der Regenjackenindustrie und liefen nun wie blaue Plastikschlümpfe durch die Gegend, aber dafür blieben ihre Beine trocken.
Wir schwammen nun zum Pangolin weiter, wo es zappenduster war. Selbst wenn das Pangolin draußen gewesen wäre, wir hätten es wahrscheinlich nicht gesehen. Aber auch die Ausstellung war nicht beleuchtet und da musste etwas faul sein auf der Insel Formosa. Egal, dann erst einmal Insekten bestaunen. Es gab ein schönes Schmetterlingshaus und die Schmettergage gaben sich höchste Mühe als dekorativer Schmuck auf Haar oder Kleidung zu fungieren.
Nach Wasser-, Boden- und Luftinsekten kamen wir zu meinen liebsten Freunden: Den Kakerlaken und ihren Genossen, die gerne dicht am Menschen leben (Läuse, Flöhe Bettwanzen). Die Ausstellung war durchdacht und man konnte sich neben ein überlebensgroßes Plüschexamplar der Blatta orientalis legen (Kakerlake), wenn man das denn wollte. Dann lieber weiter schwimmen: ins Education Center (kostet extra Eintritt, aber leider nein, auch wenns trocken ist) bis zu den mampfenden und schlafenden Koalas und Pandas.
Dann an den süßen, quiekenden Zwergottern, Tapiren und Ameisenbären vorbei in den Pangolin- Dome. Erstaunlicherweise waren viele Tiere draußen, auch wenn sie teilweise keine Wahl hatten, denn ihre Türen nach drinnen waren verschlossen.
Im Dome fanden wir Bienefresser, Aras, Tukane und im Nachtbereich noch Plumploris und ein Spechtfingertier, was leider einen Käfigkoller hatte und immer eine Rolle rückwärts zwischen zwei Ästen machte.
Die Schildkröten wurden vom Pfleger extra ans Essen getragen (vielleicht würden sie den frischen Salat sonst erst erreichen, wenn er schon welk war), nur das Faultier fanden wir leider nicht.
Nicht entmutigen lassen! Auf zu den Elefanten, Tigern, Trampeltieren, Antilopen, Giraffen, Zebras und Flusspferden (das Flusspferdbaby war natürlich Mamas Liebling).
Zwischendurch fanden wir ein absolutes Highlight im Automaten: Spargelwasser, die Dose für ca. 80 Cent! Na wenn das kein verlockendes Angebot ist, ob das hier wohl ein Kassenschlager ist? Oder eher ein Automatenhüter?
Bei den Menschenaffen gab es eine Gruppe Jugendlicher aus weiß ich woher, die meinten sich direkt vor den Käfig der Schimpansen (Glasscheibe hinter der Absperrung) stellen zu müssen, um an die Scheibe zu klopfen, aber nicht mit mir. Die bekamen als erste Verwarnung einen bösen Blick und ein nachdrückliches „Hey!“, was aber schon reichte, dass sie sich ver...zogen. Wir sahen noch die Elefanten (vor dem ältesten asiatischen Elefanten, gest. 2003, hatten einst mehrere Hochzeitspaare parallel geheiratet) und die weißen Rhinos. Bis zu den Pinguinen kamen wir leider zeittechnisch nicht mehr, somit fuhren wir mit den Bahn in Richtung Ausgang und da die Einheimischen den Zoo relativ entspannt verließen, flitzten Mama und ich noch schnell zum Pangolin und tatsächlich: Eins watschelte durch das Gehege, auch wenn es immer noch ziemlich dunkel war-sie hatten scheinbar immernoch Probleme mit dem Stromausfall-, wir hatten es gesehen!
Auf der Rücktour schliefen die meisten und nach einem Besuch mit Früchten bei der Familie wandelten wir auf dem bekannten Weg nach Hause.
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